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GartenJanuar/Februar2013 - Begehrlichkeiten

Cyclamen coum ssp caucasicumDas Jahr 2013 beginnt und wir wünsche allen Lesern einen guten Start in die neue Gartensaison. Das neue Gartenjahr begann noch ungewöhnlich warm, um sich dann doch auf winterliches -der Jahreszeit entsprechendes Wetter- einzustellen, zum Glück dieses Jahr mit einer dicken Schneedecke. Die Erinnerungen an die dramatischen Wochen des Kahlfrostes 2012 sitzen noch tief.

Jetzt Ende Februar, scheint sich der Frühling anzukündigen und die erste Frühlingsluft erweckt nicht nur erste Tiere und Pflanzen, sondern auch die Begehrlichkeiten an neuen Pflanzenschätzen zum Leben. Da kommen die Schneeglöckchentage in Nettetal gerade recht um neue Kleinode aus der Gattung Galanthus zu erwerben.
Die begehrenswerten Novitäten des Jahres sind das Galanthus ‚Heffalump’; ‚George Elwes’; und das begehrenswerte ‚South Hayes’ und sie sollen in eine Gruppe Cyclamen coum ssp. caucasicum unter einen Fliederstrauch integriert werden.

Galanthus ‚George Elwes’ Galanthus ‚Heffalump’ Galanthus ‚South Hayes’

Doch wie pflanzt man seine neuen Schätze so, dass sie gut gedeihen und man nicht um sie bangen muss? Diese kleine bebilderte Anleitung soll eine Hilfestellung anhand des Galanthus ‚Heffalump’ dazu liefern. Da seltene Schneeglöckchenkultivare nicht unbedingt preisgünstig sind, schütze ich meine Neuanschaffungen mit einem selbstgebastelten Drahtkorb (Bild1) gegen ungewollte Schaufelstiche und Verwühlungen durch Mäuse und Maulwürfe. Alternativ kann auch ein Seerosenkorb verwendet werden. Das Pflanzen in Körben hat den zusätzlichen Vorteil, dass die Zwiebeln auch in der Ruhephase leichter erreichbar sind.

Gute Pflanzplätze sind meist in Laubgehölznähe, da hier der Boden im Sommer etwas trockener und im Winter ausreichend feucht ist. Ein guter Schneeglöckchenboden stellt durchlässiger mit Humus versetzter Lehm dar. Ist ein guter Platz gefunden, wird ein ausreichend großes Loch ausgehoben (Bild2) und der Drahtkorb darin platziert (Bild3). Ich ziehe es aus optischen Gründen vor, ihn so tief zu setzen, dass er nachher nicht mehr sichtbar ist.

Da ich einen sehr schweren Lehmboden besitze, bringe ich am Grunde des Drahtkorbes eine Drainageschicht aus Bims aus (Bild 4). Sie gewährleistet einen guten Abzug von Regenwasser und vermindert das Risiko des Faulens der Zwiebeln während der Ruhezeit. Auf diese Drainageschicht wird das Schneeglöckchen so gesetzt, dass es maximal 1-2 Zentimeter tiefer steht als zuvor.

Schneeglöckchen können durch einen Drahtkorb geschützt werden Bimskies

Die ursprüngliche Pflanztiefe ist an der Stelle auszumachen, wo die Blätter beginnen heller zu werden. (Bild 5). Noch ein Tipp woran gute und gesunde Pflanzen „in the green“ zu erkennen sind: Sie besitzen neben oberirdisch unversehrten Blättern auch eine ebensolche Zwiebel und weiße intakte Wurzeln. Wie auf dem gezeigten Bild bei diesem Galanthus ‚Heffalump’ in Rot markiert zu erkennen ist (Bild 6).

Ist das Schneeglöckchen gut platziert fixiert man es mit einer Hand und füllt das Pflanzloch mit feinkrümmliger humoser Erde auf (Bild 7). Ein leichtes Angießen sorgt dafür, dass die Erde sich gut setzt und die zarten Wurzeln guten Kontakt zum Boden finden. Damit ist die eigentliche Arbeit auch getan, es bleibt die Stelle falls gewünscht mit einem Steckschild zu versehen (Bild 8).

Dann bleibt nun nur noch abzuwarten, ob die Stelle dem Glöckchen zusagt und es sich vermehrt wie die Neuzugänge der letzten Jahre. Hier zu sehen sind Galanthus ‚Kildare’ (1 Jahr nach dem Pflanzen) ‚Wasp’ (2. Jahr) und ‚Spindelstone Surprise’ (3. Jahr).

Galanthus ‚Kildare’ Galanthus ‚Wasp’ Galanthus ‚Spindelstone Surprise’

Jetzt sollten wir aber schon einmal einen ersten Blick auf die Vertreter der Staude des Jahres werfen: Die Euphorbien.

Hier erste Blicke auf einen strauchig wachsenden Vertreter, der in den Startlöchern steht. Bei Euphorbia x martinii ‚Red Wing’ befinden sich noch Schneereste auf den Trieben. Gut kann man aber schon die vorhandenen Knospen erkennen, die sich schon während der warmen Wintertage bis Ende Januar gebildet haben.

Euphorbia x martinii Red Wing Euphorbia x martinii Red Wing
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