Hakonechloa - Japanisches Waldgras

Hinter dem nicht einfachen lateinischen Namen Hakonechloa macra verbirgt sich ein wunderschönes Gras. Die Japangräser sind ausgesprochen elegant und erinnern vom Habitus her an Zwergbambus.

Japangras ist sicher eine der elegantesten Möglichkeiten ein Gras als Blattschmuckpflanze zu verwenden. Die Verwendung im Halbschatten bei leicht feuchtem und durchlässigem Boden ist optimal. Hierzu stehen eine Menge verschiedener Laubfärbungen und Panaschierungen zu Verfügung. Die Horste der einzelnen Sorten erreichen unterschiedliche Ausmaße, wobei allen der anmutig überhängende Wuchs gemein ist. Die gelb panaschierten Sorten sollten nicht zu hell stehen, da ihre Gelbfärbung ansonsten schnell sehr schrill wirken kann. Hakonechloa kann sehr gut in Kübeln gehalten werden und sieht auch dort optisch hervorragend aus.

Hakonechloa macra

Hakonechloa macra: Auch die Wildart ist sehr schön

Interessanter Weise ist die wilde Form des Japangrases seltener zu bekommen, dabei ist auch die rein grünblättrige ursprüngliche Form nicht zu verachten. Sie besitzt nicht weniger Charme als all die buntlaubigen Auslesen. Ansonsten ist sie genauso zu verwenden und hat die gleichen Ansprüche, wird aber mit gut 60-70 cm Höhe und Breite ein Ticken höher als die anderen Sorten. Sie verträgt auch vollsonnige Standorte solange der Boden nicht extrem trocken ist.

Hakonechloa macra ,Albo Striata’

Hakonechloa macra Albo – Striata ist weiß gestreift

Hinter diesen nicht einfachen Namen verbirgt sich ein wunderschönes elegantes Gras. Die etwa 40 cm langen Halme sind vom Horst ausgehend mit 4-5 Blättern versehen und nach außen gebogen. Im Laufe des Spätsommers erscheinen auch die zarten Ähren, aber das Wesentliche ist hier der an Zwergbambus erinnernde Wuchs. Die 50 cm im Durchmesser erreichenden Horste sind ein super Kontrast zu Hostas mit denen sie im Halbschatten prima gedeihen. Auch in hohen schlanken Kübeln sehr schön anzuschauen. Die Sorte Hakonechloa macra ‚Albo – Striata’ zeichnet sich durch grüne Blätter aus, die in der Mitte mit einem weißen Strich versehen sind. Außen sind die Halme weiß gerandet. Das Gras mag gerne einen nährstoffreichen humosen Boden und im Frühjahr oder Herbst erfolgt ein Rückschnitt der Staude. Schwachwüchsig und braucht daher 2 Jahre bis zur vollen Wirkung, aber das Warten lohnt sich.

Hakonechloa macra ‚Aureola’

Hakonechloa macra Aureola die bekannteste Japangrassorte

Hakonechloa ‚Aureola‘ ist sicher die bekannteste Japangrassorte. Die leuchtend gelben Blätter sind durch einen schmalen grünen Rahmen eingefasst und mit einem weiteren grünen Strich durch jedes Blatt gezeichnet. Die Stängel sind rötlich, was besonders im Austrieb sehr attraktiv ist. Diese Staude kommt auf eine Horsthöhe von 35 cm. Am besten ist es, die Pflanzen halbschattig zu setzen, da bei zu viel Sonne die Farbe ein wenig leidet. Wie bei den anderen Japangräsern bauen sich die im Durchmesser 40-50 cm großen Horste eher langsam auf.

Hakonechloa macra ,All Gold’

Hakonechloa macra All Gold ist leuchtend grün-gelb gefärbt

Hakonechloa ‚All Gold‘ ist eine weitere Farbmorphe dieses wunderschönen Grases! Wie der Sortenname der Staude nahe legt, ist sie durchgängig grüngelb (golden) gefärbt. Schon der Austrieb der Pflanze ist schön: Ein leuchtendes grüngelb, umhüllt von roten Blattscheiden. Die 30 cm hohen Halme wirken ebenso elegant wie bei der anderen Sorte. ,All Gold‘ ist nur etwas kompakter. Sehr frische Ausstrahlung und herrlich zu blauen Hostas. Diese Sorte keinesfalls sonnig pflanzen, das vertragen die Blätter nicht so gut! Da sie ebenfalls langsam wüchsig ist, braucht auch sie 2 Jahre bis zur vollen Entfaltung, dann aber phantastisch.

Hakonechloa macra ‚Stripe it Rich’

Hakonechloa macra Stripe it Rich ist bisher ein selten anzutreffendes Janpangras

Ich vermute, dass die Japanwaldgrassorte ‚Stripe it Rich’ aus Hakonechloa ‚Allgold’ entstanden ist. Beide besitzen die gleichen frühlingsgrünen Triebe und Blätter mit goldenem Hauch. Auch von der Größe her ist diese Sorte etwas zarter als die Wildart. Die hellen Blätter sind bei ‚Stripe it Rich’ zart weiß gerändert bzw. strichliert. Wie bei allen Sorten des Japangrases sind die austreibenden rot gefärbten Blattscheiden sehr prächtig in der Kombination mit dem frischen Laub.

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