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Cardiandra – Scheinrispenhortensien

Die infertilen Hochblätter von Cardiandra zeigen schnell ihre Zugehörigkeit zu den Hortensiengewächsen. Graziles Kleinod für den Schatten: Cardiandra, die Scheinrispenhortensien.

Die Gattung Cardiandra umfasst staudige Hortensiengewächse und ist bei uns noch ziemlich unbekannt. Sie kommt wie die Deinanthe aus dem ostasiatischen Raum und ist dort mit sechs Arten vertreten. Es sind sehr grazile und zarte Gewächse für den Schatten. Maximal Halbschatten wird vertragen und die Hitze der Mittagssonne sollte gänzlich gemieden werden. In Gebieten mit häufigen Barfrösten sollte man zur Sicherheit für den Winter eine Laubschütte geben. Essentiell ist ein humoser, feuchter aber trotzdem luftiger Boden. Dies erreicht man durch die Verbesserung des Bodens mit Lauberde und Sand. Wie Farne benötigen Cardiandren einen Standort mit eher hoher Luftfeuchte. Beachten man dies sind es wunderbare und ganz besondere Schattenstauden.

Cardiandra amamioshimensis

Cardiandra amamioshimensis liebt einen külen und feuchten Standort. Cardiandra amamioshimensis findet durch ihre Knospen schon vor der Blütezeit Beachtung. Cardiandra amamioshimensis ist eine besonders zarte Cardiandra.

Im Gegensatz zu den anderen Scheinrispenhortensien bildete diese Art keine sterilen Hochblätter aus, sondern bringt Rispen, rein aus fertilen Blüten, hervor. Dadurch wirkt Cardiandra amamioshimensis noch mal zarter als die anderen Arten. Die kleinen Einzelblüten sind weiß mit einem zartrosa Hauch und besitzen sehr auffällige, weithin leuchtende, blauviolette Staubgefäße. Schon lange vor der Blütezeit zieren die zahlreichen zartrosa Knospen. Der Beginn der Blütezeit ist hier zumeist im August. Die Blätter sind schmal oval, leicht behaart und von einem frischen Grünton. Die Pflanzen werden etwa 40 bis 50 cm hoch und mit der Zeit ebenso breit. Starke Konkurrenz sollte vermieden werden und der Rückschnitt sollte im Frühjahr erfolgen. Nach milden Wintern können alle noch grünen oberirdischen Teile stehen gelassen werden, sie treiben in der Regel aus.

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