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Chrysosplenium - Milzkraut

In feuchten und schattigen Gartenpartien fühlt sich Chrysosplenium besonders wohl. Das große Milzkraut Chrysosplenium macrophyllum ist eine der ersten Stauden die im Garten blühen.

Die Milzkräuter sind in der gärtnerischen Verwendung eine noch recht unbekannte Gattung aus der Familie der Steinbrechgewächse. Die heimischen Vertreter findet man an feuchten Stellen, häufig in Gewässernähe. Auch die meisten exotischen Arten bevorzugen feuchtere Ecken im Garten, gerne auch mit hoher Luftfeuchte. Sie erfreuen mit teils sehr bizarren und gleichsam schönen Blüten. Es gibt aber auch Milzkräuter, die durchaus trockenere Standorte vertragen. Den meisten ist aber gemein, dass sie schattig und halbschattig bestens gedeihen.

Chrysosplenium davidianum

Chrysosplenium davidianum bildet einen atraktiven Teppich aus. Auch das immergrüne Laub von Chrysosplenium davidianum ist nicht zu verachten. Diese fröhlichen Pflänzchen erinnern mich immer ein wenig an Miniatureuphorbien, wohl wegen der schönen grüngelben Blütenfarbe.

Eine hübsche kleine Wildstaude aus China. Chrysosplenium davidianum ist immergrün und besitzt spannendes rundes Laub. Mit diesem bildet es mit der Zeit regelrechte Teppiche im feuchten Schatten und kann als zahmer 5 cm hoher Bodendecker verwendet werden. Die äußeren Triebe eines Bestandes wurzeln fest und sorgen so für eine weitere Ausdehnung. Ab März oder April recken sich auf den rötlichen Stielen die Blütenteller bis in 15 cm Höhe. Die Blütenteller setzen sich aus gelbgrünen Hochblättern und hellgelben Blüten zusammen. Die Hochbätter bleiben noch lange nach der Blüte attraktiv. Diese fröhlichen Pflänzchen erinnern mich immer ein wenig an Miniatureuphorbien, wohl wegen der schönen grüngelben Blütenfarbe.

Chrysosplenium macrophyllum

Die Blüten des großen Milzkrautes Chrysosplenium macrophyllum glitzern in der Morgensonne. Das immergrüne Laub von Chrysosplenium macrophyllum färbt sich im Winter rötlich. Unser Klon von Chrysosplenium macrophyllum hat silberne Blattadern. Die leuchtend roten Triebe von Chrysosplenium macrophyllum stehen schon im Dezember in den Startlöchern.

Bei dieser Staude aus China, würde man zuerst gar nicht vermuten, dass sie zu den Milzkräutern gehört, da sie im Vergleich zu diesen, geradezu riesig ist. Zwar sind die Ansprüche an einem schattigen und feuchten Platz mit denen der anderen Milzkräuter gemein, ansonsten aber wirkt Chrysosplenium macrophyllum wie von einer anderen Welt. Die langen, schmal ovalen Blätter (macrophyllum bedeutet in etwa: großblättrig) stehen in dichten Rosetten von 20 cm Höhe und Breite. Dadurch erinnert die imposante Pflanze eher an die Gattung Bergenia als an Chrysosplenium. Aber nicht nur die Blätter sind riesig, sondern auch die Blütenstände, welche zusammen mit den ersten Schneeglöckchen, extrem früh erscheinen. Durch die langen Staubgefäße, die zackigen Hochblätter und die rosaroten Fruchtknoten besitzen diese ein exotisches Flair. Von den Milzkräutern ist Chrysosplenium macrophyllum sicherlich die prächtigste Art. In Kultur sind scheinbar mehrere Klone, welche vegetativ vermehrt werden. Unserer hat eine silbrige Zeichnung auf der Mittelrippe. Immergrün, daher nur die alten Blätter und Blütenstiele entfernen.

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