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Eigene Sorten und Auslesen - unsere Sortenschmiede

Oxalis griffithii ‚Birgit Wever’ eine eigene gefüllte Ausleese Bei Phlox paniculata Morgengrauen wechseln manchmal auch Teile der Blüte die Farbe

In dieser Kategorie stellen wir selbst gefundene, ausgelesene oder eingeführte Stauden noch einmal gesammelt vor.

Im Laufe der Jahre hat uns der Reiz neue Sorten mit besseren Eigenschaften zu entwickeln dazu getrieben eigene Züchtungsversuche zu unternehmen. Hierzu wurde Saatgut von bestehenden Sorten aus offener Bestäubung gesammelt, ausgesät und nach Pflanzen mit neuen Merkmalen gesucht. Aber auch gezielte Kreuzungen wurden vorgenommen um Eigenschaften von zwei Eltern mit einander in einer neuen Pflanze zu kombinieren.

Aus zumeist hunderten von Sämlingen gilt es nun vielversprechende Kandidaten zu Selektieren und zu Testen. Nach jahrelanger Beobachtung an verschiedenen Standorten werden einzelne Exemplare für gut befunden, benannt und dann nur noch rein vegetativ weiter vermehrt. Je nach Generationsdauer kann dies eine Zeit lang dauern und bis man genung Pflanzenmaterial hat, um auch welches abgeben zu können, verstreicht auch noch einige Zeit.

Pflanzenzucht, mit dem Ziel nachhaltig bessere und neuartige Sorten zu entwickeln, ist also in vielerlei Hinsicht ein Unterfangen, welches sehr viel Geduld erfordert. Aber die Neugier und die Sehnsucht nach Neuem treibt einen immer wieder an.Schön ist auch das Erlebnis wenn man in einem Pflanzenkatalog stöbert und dann völlig unverhofft auf eine Eigenzüchtung stößt. So fand ich vor kurzen meine erste Auslese, die Kalimeris ‚Jürgen Wever’ in einem irischen Staudensortiment wieder.

Nicht alle gezeigte Sorten sind erhältlich, dies dauert zum Teil noch etwas.

Aster x ‚Nyx’

Die besonders gartenwürdige Aster ‚Nyx’ wurde nach einer griechischen Göttin benannt. Eine Berreicherung für die letzen Gartentage: Die neue Aster ‚Nyx’. Nicht nur das leuchtende Rosa der Blütenmitte macht Aster ‚Nyx’ wertvoll, sondern auch ihr horstige Wuchs.

Bereits vor Jahren begannen unsere Experimente neue gartenwürdige Astern aus Asternwildarten zu entwickeln. Hierzu wurden verschiedene Kreuzungen durchgeführt und die neuen Hybriden auf Herz und Nieren geprüft. Einige von ihnen haben von uns einen Sortennamen bekommen. So auch die Aster x ‚Nyx’. Sie ähnelt einerseits den dunkellaubigen Sorten der Aster laevis, man denke an ‚Calliope’ und ‚Glow in the Dark’. Denn auch Aster ‚Nyx’ hat schwarzviolett überhauchte Blätter und Stängel. Andererseits besitzt sie die hervorragende Eigenschaft horstig zu wachsen, wodurch sie sich fundamental von den beiden zuerst genannten Sorten unterscheidet. Auch ist der Wuchs im Vergleich deutlich gedrungener. Aster ‚Nyx’ wird 90–110 cm hoch und besitzt Triebe, die in alle Richtungen, elegante, bogige Seitentriebe machen. Diese sind ab Ende September mit unzähligen hell rosavioletten Blüten besetzt. Die Blütenmitte ist gelb und färbt sich, während sich die Blüte öffnet, nach rosa, was den Blüten ihren ganz eigenen Flair gibt. Aster ‚Nyx’ sollte sonnig bis halbschattig gepflanzt werden. Die Sorte für Orte an denen die alten Aster laevis-Auslesen zu starkwüchsig und groß sind.

Kalimeris incisa ,Jürgen Wever‘

Die erste eigene Züchtung unserer Gärtnerei: Kalimeris incisa ,Jürgen Wever‘. Kalimeris ,Jürgen Wever‘ ist sehr reichblütig, standfest und wächst vasenförmig. Kalimeris ,Jürgen Wever‘ wird 100-120 cm groß und mag die volle Sonne.

Die erste Kalimeris aus meinen Zuchtversuchen. Benannt nach meinen Vater zum Dank für all die Hilfe im Garten. Kalimeris incisa ‚Jürgen Wever‘ ist recht groß für eine Kalimeris und erreicht Höhen von 1,00 -1,20 m, ist dabei aber völlig standfest. Sie blüht sehr reich und lange mit hellblauen Blüten. Die Blütenblätter sind elegant nach oben gebogen. Sehr schön als kleinerer Solitär umgeben von niedrigen Stauden, da dort der vasenförmige Wuchs gut zur Geltung kommt. Volle Sonne und nährstoffreiche Böden werden bevorzugt.

Phlox paniculata ‚Blaue Urgewalt’

Phlox paniculata ‚Blaue Urgewalt’ eine eigene Selektion Phlox paniculata ‚Blaue Urgewalt’ ist ein schöner blauer Phlox Phlox paniculata ‚Blaue Urgewalt’

Ziele meiner Zuchtbemühungen war es robuste Sorten zu züchten, die natürlichen Charme und Wuchskraft besitzen und trotzdem gewisse florale Auffälligkeiten haben. Hierzu kreuzte ich verschiedene Wildfindlinge und deren Auslesen in das bestehende europäische Sortenmaterial ein und konnte so über die Jahre einige spannende Sorten selektieren.

Allen ist gemein auch aus der Wurzel gut zu bestocken, so dass es durchsetzungsfähige Sorten sind die sich auch in einer grasreichen Präriepflanzung über Jahre behaupten können.Daher auch die Namenswahl bei dieser Sorte. Phlox blaue Urgewalt hat eine gute blaue Farbe und sehr schön rund geformte Blüten. Wie alle blauen Sorten sehr variabel was den Blauton betrifft. Besonders blau gibt er sich morgens und abends während er im Tagesverlauf eher seidig blau ist. Die Blüten sind mittelgroß bis klein, die Blütenstände eher rundlich. 120 -150 cm hoch und natürlich gut duftend wie es sich für einen Phlox gehört. Frühe Sorte.

Phlox paniculata ‚Morgengrauen’

Phlox paniculata ‚Morgengrauen’ ist ein mystischer Phlox Phlox paniculata ‚Morgengrauen’ ist eine eigene Züchtung unsere Gärtnerei Phlox ‚Morgengrauen’ bildet oft Chimären

Eine eigene Auslese die wüchsig ist aber eher eine Tendenz zum horstförmigen Wuchs hat. Das Besondere an dieser Züchtung ist die eigenwillige Farbe, welche je nach Witterung zumeist dem Gärtner im sommerlichen Morgengrauen begrüßt: Die Blütenstände aus eher kleineren Blüten sind grau! Im Laufe des Tages wechselt auch hier die Farbe gewaltig ein eigentümlicher Grauschimmer bleibt aber auch in den zartrosa bis violetten Farbtönen erhalten. Starke Triebe die spielend 150 cm Höhe erreichen. Ein schöner Duft ist hier selbstverständlich und machen den Phlox ‚Morgengrauen’ zu einer Sorte nicht nur für die Frühaufsteher unter uns. Eine eher späte Sorte.

Phlox paniculata ‚Plumeria’

Phlox paniculata ‚Plumeria’ wurde wegen ihrer schönen Blüten nach der Frangipani (Plumeria) benannt. Phlox paniculata ‚Plumeria’, eine Eigenzüchtung Bei Phlox ‚Plumeria’ sind die Blütenränder schiffchenartig nach oben gebogen.

Eine weitere eigene Sorte, die in Ahnlehnung an die Sorte ‚Hesperis’ ebenfalls nach einer anderen Pflanzengattung benannt wurde. Der Phlox ‚Hesperis’ ist nach der Gattung der Nachtviolen benannt, da seine Blüten eben denen von Nachtviolen ähneln. Für meinen Phlox ‚Plumeria’ war dagegen die Gattung Plumeria namensgebend. Die Blüten ähneln sowohl in der Form als auch durch eine leicht geäugten Mitte dieser Gattung, die zu deutsch auch Frangipani genannt wird. Die Blüten sind klein, aber sehr elegant geformt: Der Blütenrand der einzelnen eher schmalen Blütenblätter ist schiffchenartig nach oben gebogen. Die Blüten sind rosaviolett und changieren stark. Zur Blütenmitte hin sind sie etwas dunkler geäugt. Es ist erstaunlich wie stark bei dieser rosa Sorte die Färbung variieren kann. Sie wird etwa einen Meter hoch. Selbstverständlich duftend. Späte Sorte.

Phlox paniculata ‚Katrin Eva Walter’

Phlox paniculata ‚Katrin Eva Walter’ hat eine sehr offene Blütenform Deutlich abgesetzte Blütenröhren sind Kennzeichen von Phlox paniculata ‚Katrin Eva Walter’ Phlox ‚Katrin Eva Walter’ bildet bei wechselnden Temperaturen häufig gestreifte Blüten aus

Eine weitere selbstgezüchtete Phloxsorte die nach über 4 Jahren Auslese aus hunderten von Sämlingen nun 2014 das erste Mal erhältlich ist. Die Blüten sind deutlich größer als die der anderen eigenen Phloxauslesen, obgleich auch in ihr das Blut wilder Phloxe steckt. Die Blüten haben eine sehr offene Form und ähneln einer Windmühle. Dieser Optik wir dadurch verstärkt, dass die Blütenblattränder hier ebenfalls nach hinten geschlagen sind. Die Blütenfarbe ist sehr variabel, aber zumeist ist der Grundton ein blauviolett oder bei sehr warmen Wetter ein wenig mehr rosa. Die Blütenmitte ist durch ein helleres Auge deutlich abgesetzt, wobei der Knick in der Mitte des Blütenblattes und die Blütenblattränder dunkler gefärbt sind und in die Blüte hereinlaufen. Die Blütenröhre selbst ist kontrastreich tief rotviolett gefärbt. Die Flammenblume kann auch gestreifte Blüten hervorbringen, wobei dies aber nicht konstant zu sein scheint und weiter beobachtet werden muss. Bisher zeigt sich dieses Phänomen besonders bei starken Temperaturwechseln. ’Katrin Eva Walter’ ist recht wüchsig und wird in etwa 100 - 120 cm hoch und ist von der Blütezeit im Mittelfeld. Duftend.

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